Psychedelic

Psychedelische Kunst oft auch englisch Psychedelic Art genannt, bezeichnet eine nicht eindeutig definierte Stilrichtung der Gegenwartskunst, die auf der experimentellen Verwendung bewusstseinserweiternder Drogen wie beispielsweise LSD, Mescalin oder Psilocybin (Alkaloide) basiert und versucht, diese Sinneseindrücke in bildender Kunst, Film, Musik und Literatur wiederzugeben.
So steht es in der Wikipedia.


So ist es nicht. Die psychedelische Kunst basiert nicht auf der Einnahme von Drogen.
LSD ist nur eine Brechstange, um Konditionierungen vorübergehend außer Kraft zu setzen. Das kann man auch anders regeln. Damals ging es wohl rustikal zu. Sonst wäre wohl nie eine derartig breite Bewegung entstanden.
Wobei breit doppeldeutig ist – nicht wahr?

Heute basiert Psychedelische Kunst auf Imagination, Intuition, auf geistig-seelischer Ich-Kompetenz, auf der Fähigkeit zu Transzendenz.
Die Welt hat sich weiterbewegt. Damals war es anders.

„Turn on, Tune in, Drop out!“

Es war alles anders!

Timothy Leary war der Begründer und es ging um die Erforschung einer neuen Welt, um eine Erweiterung des Bewusstseins, um das kosmische Bewusstsein, um eine Heilung.
Leary erfand das Motto der psychedelischen „gegenkulturellen“ Szene der 60er Jahre:
„Turn on, Tune in, Drop out!“

Leary lieferte dazu folgende Interpretation: Turn on = „Finde ein Sakrament, das Dich zu Gott bringt und zu Deinem eigenen Körper; geh über Dich hinaus, verwandle Dich!“ – Tune in = „Bleibe wiedergeboren, drücke es aus, beginne ein neues Leben, das Deine Visionen widerspiegelt!“ – Drop out = „Befreie Dich vom äußeren Drama, das so ausgehöhlt und leer ist wie eine TV-Show!“

Timothy Leary verhedderte sich im Laufe seines Lebens im Kampf mit der gesellschaftlichen Macht. Seine Arbeit war eine Gefährdung der etablierten öffentlichen Ordnung.

Der eigentliche Wirkstoff der Bewusstseinserweiterung ist der Geist selber, der sich durch die Droge ausgelösten biochemische Vorgänge von der „normalen“ Sichtweise der Welt freigesetzt erlebt.

Das ist nicht einfach zu bewältigen, weil der Betroffene unter Stress gesetzt wird, es ist so, als ob ein Fahrrad plötzlich einen Düsenantrieb erhält, die Beherrschung der Folgen ist schwierig und manchmal kann die Lage außer Kontrolle geraten.

Und so war es dann auch. Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen waren unübersichtlich, die Bewegung kam mit den Gesetzen in Konflikt, aus der Bewusstseinserweiterung wurde die Bewusstseinsverbreiterung.

Die Szene verlagerte sich auf das Land, Landkommunen entstanden, in denen eine autarke Lebensweise erdacht und geplant wurde.
Drogeninduzierte Bewusstseinserweiterung wurde allmählich abgelöst von Meditationstechniken, vom Zen könnte man sagen.

Das klappte alles sehr gut. war auch Ursprung der ökologischen Grünen und mancher der heutigen Biofood-Firmen.

Viele berühmte Musikgruppen sind damals entstanden. Das Genre hieß Psychedelic Rock.


Klangreise

Ich war dabei, von Anfang an: also ein ZEITZEUGE! 🙂 

Am 28.01.2020 habe eine alte Domain – Klangreise.Org – reanimiert. Die 432 Hz Story hatte sie völlig verdrängt.

Ich weiss noch genau, wie es anfing mit den Klangreisen.

Es war in der psychedelischen Ära. 1964 ging es los mit der Musik, Beatmusik sagte man, dann Flower Power, dann Psychedelic Rock. Egal, wie das alles hieß:

Ich war am Reisen, Klangreisen, auf der Gitarre, Synthesizer gab es noch nicht.
Hauptsächlich war ich langsam unterwegs, so wie Tony Scott, Music for Zen Meditation (1964 erschienen), so machte ich es auch. Privat aber nur, keiner wollte das hören, keiner wollte sowas mitmachen in den Bands, in denen ich spielte.

Später, als die Synthesizer mitmachten, wurde es für mich einfacher, ein neuer Kult begann, 1970 hatte ich einen Moog. Und rauschte im Weltall umher. Psychedelisch ohne LSD.

Es war die Vorstufe zu meiner heutigen 432 Hz Psychedelic Ambient Musik.

Das Motto „Turn on, Tune in, Drop out!“ ist geblieben, allerdings etwas abgewandelt, es heißt jetzt:

Meditation, Konzentration, Expansion.